Der Biber - Baumeister der Artenvielfalt

Der Biber (Castor fiber):

Biber gehören zur Ordnung der Nagetiere (Rodentia). Nach dem südamerikanischen Wasserschwein ist der Biber das zweitgrößte Nagetier der Welt. Die Familie der Biber besteht heute nur aus zwei Arten, den Europäischen Biber (Castor fiber) und den Kanadischen Biber (Castor canadensis).

Biber an der Schwalm, photographiert mit einer Photofalle (Philip Koch)
Biber an der Schwalm, photographiert mit einer Photofalle (Philip Koch)

LVR-Projekt

Erweitertes Bibermanagement im westlichen Rheinland

Anlass und Zielsetzung des Vorhabens

 

Nach der erfolgreichen Wiederansiedelung des Bibers in der Nordeifel haben sich die Populationen im Kreis Düren etabliert. Kartierungen im Auftrag des Landesamtes für Natur- Umwelt- und Verbraucherschutz (LANUV) des Bibers im Jahr 2009 haben gezeigt, dass der Biber auch im Kreis Heinsberg wieder nachgewiesen werden konnte. Die Einwanderung erfolgte aus der Nordeifel entlang der Rur. Weitere Einwanderungen sind über das Rodebachtal aus den Niederlanden zu erwarten.

Mit der Ausbreitung des Bibers im Kreis Heinsberg sind Probleme und Konflikte durch den starken landschaftsprägenden Einfluss (Fällen von Bäumen, unterminieren von Anlagen und angrenzenden Äckern, Anlegen von Dämmen) des Bibers vorprogrammiert.

Ziel des Projektes ist zwischen der Bevölkerung und dem Biber zu vermitteln, und den Biber durch konsequente Aufklärung als Symathieträger und nicht als "Problem-Biber" in der Wahrnehmung der Bevölkerung zu etablieren.

Als Symathieträger kann der Biber dann später auch gezielt für den Natur- und Artenschutz eingesetzt werden.

Die Naturschutzstation soll hierbei als Anlaufstelle für alle auftretenden Fragen und Problemen dienen und kann die ehrenamtlichen Biberbeauftragten koordinieren.

Biber an der Schwalm, photographiert mit einer Photofalle (Philip Koch)
Biber an der Schwalm, photographiert mit einer Photofalle (Philip Koch)

Teilnehmende Biostationen am LVR-Projekt

“Erweitertes Bibermanagement im westlichen Rheinland“

 

Kreis Düren

Biostation Düren

Ansprechpartner: Dr. Lutz Dalbeck (Dipl.-Biologe)

Tel. 02427 / 9 49 87 – 14
e-mail:
lutz.dalbeck@biostation-dueren.de

 

Kreis Euskirchen

Biostation im Kreis Euskirchen e.V.

Ansprechpartner: Dieter Pasch (Dipl.-Ing. Landespflege)

Tel.: 02486-9507-12

e-mail: d.pasch@biostationeuskirchen.de

 

Kreis Bonn

Biologische Station Bonn

Ansprechpartner: Christian Chmela (Dipl.-Biologe)

Tel. 0228-2495-803

e-mail: c.chmela@biostation-bonn.de

 

Kreis Heinsberg

Naturschutzstation Haus Wildenrath e.V.

Di.-Fr. Ansprechpartner: Philip Koch (Dipl.-Landschaftsökologe)

e-mail: koch@nabu-wildenrath.de

Tel.: 02432-902740

Sa.-Mo. Ansprechpartner: Bernd Bäumer (Biberberater)

Tel.: 0152-08479142

Die Rückkehr

eines natürlichen Biotopmanagers

In den Kreis Heinsberg

(Rheinische Post 10.06.2011)
(Rheinische Post 10.06.2011)

Die Geschichte des Bibers:

Der Biber war bis vor nicht allzu langer Zeit in Europa weit verbreitet. Aufgrund von Übernutzung wurde er im 19. Jahrhundert in Mitteleuropa nahezu ganz ausgerottet

.

In den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden in der Nordeifel zwölf Biber polnischer Herkunft ausgewildert. Diese haben sich in den vergangenen Jahrzehnten vermehrt und von der Eifel aus nach Norden verbreitet. Gleichzeitig steigen von Ansiedlungen an der Maas und in den Ardennen kommend Biber über Rur und Schwalm in den Kreis Heinsberg auf.

 

Der Biber wurde aufgrund seiner Seltenheit in der FFH-Richtlinie in die Anhänge II und IV aufgenommen (BfN 1998). Daher sind Maßnahmen zu seinem Schutz, die Ausweisung von Schutzgebieten und ein regelmäßiges Monitoring erforderlich. Für dieses Gutachten wurden die Rur und Teile der Wurm im Kreis Heinsberg auf Biber untersucht. Aus den Ergebnissen werden aktuell genutzte Reviere abgeleitet.

(Rheinische Post 23.07.2012)
(Rheinische Post 23.07.2012)

Biberbroschüre wieder erhältlich
Ab sofort ist die neue Biberbroschüre in der 4. Auflage bei der Biologischen Station Düren kostenlos erhältlich. Die Broschüre ist komplett überarbeitet und erweitert worden und informiert nun auf 20 Seiten über die Lebensweise und das Vorkommen der Biber.
Neu ist unter anderem die Vorstellung der Arbeitsgruppe Biber Eifel-Rur, an die sich Betroffene oder Informationssuchende in nunmehr 4 Kreisen (Düren, Euskirchen, Heinsberg und Rhein-Erft-Kreis) wenden können. Eine große Karte in der Heftmitte zeigt die regionale Verbreitung des Bibers in Eifel und Niederrheinischer Bucht.
Bei Interesse wird die Broschüre auch zugesandt, bitte hierfür einen frankierten und addressierten Rückumschlag (A5) einsenden an:

Naturschutzstation Haus Wildenrath e.V.
Naturparkweg 2
41844 Wegberg
Tel.: 02432 902740

Biberbroschüre
Biberbroschüre.pdf
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Notfallnummer im Falle, dass Tiere ausgebrochen sind:

0157/54954980

 

 

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