Obstvielfalt kennt keine Grenzen

In den letzten Jahren wurden viele Anstrengungen zum Erhalt von Streuobstwiesen und dem Auffinden alter vom Aussterben bedrohter Obstsorten unternommen. Es wurden neue Wiesen angelegt, überalterte Wiesen verjüngt und die ersten bislang nicht mehr erhältlichen Obstsorten über Baumschulen neu veredelt und ausgepflanzt.

Durch die Arbeit der Biologischen Stationen, regionaler Naturschutzgruppen und des Pomologenvereins konnten einige bereits verschollen geglaubte Obstsorten wieder gefunden werden. Bei der Sortenrecherche fiel immer wieder auf, dass Obstsorten, die auf der deutschen Seite gefunden wurden, auch auf niederländische Seite angebaut wurden. Hier gilt es zusammen mit dem Pomologischen Verein Limburg (PGL) herauszufinden, welche lokalen Obstsorten sich im deutsch-niederländische Grenzgebiet befinden. Eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf der Suche nach diesen gemeinsamen Obstsorten hat noch nicht bzw. nur unzureichend begonnen. Innerhalb des Projektes soll die Zusammenarbeit zwischen den niederländischen und deutschen Organisationen, die sich mit dem Thema Streuobst und Obstsorten beschäftigen, aufgebaut und gestärkt werden.

Sämtliche lokale Obstsorten, die auf der niederländsichen Seite wachsen, sind bislang nicht im 1. Rheinischen Obstsortengarten enthalten. Gemeinsam mit den niederländischen Organisationen sollen diese Sorten gesucht, veredelt und in den Rheinischen Obstsortengarten wie auch auf einer Obstwiese in den Niederlanden aufgepflanzt werden. 

Projektmaßnahmen:

- Machbarkeitsstudie über die Potenziale und Entwicklungsmöglichkeiten des Rheinischen Obstsortengartens

- Eröffnungsveranstaltung des 1. Rheinischen Obstsortengartens

- Anlage einer Streuobstwiese in den Niederlanden mit Obstsorten, die beiderseits der Grenze sowie lokal im niederländischen Grenzgebiet wachsen

Ziele des Projektes:

- Erhalt Sicherung alter Obstsorten im Grenzgebiet, genetische Diversität, Verträglichkeit alter Sorten

- Sicherung der niederländischen Lokalsorten im Rheinischen Obstsortengarten

- Unterstützung des nachhaltigen Tourismus mit zweisprachiger Öffentlichkeitsarbeit und Marketing

- Förderung von Neuanlagen sowie der Erhalt und die Sicherung von Streuobstwiesen

- Vergrößerung des Bekanntheitsgrades des 1. Rheinischen Obstsortengartens

- Förderung der Sensibilierung der Bevölkerung in Hinsicht auf regionale Produkte

- Verbesserung der gemeinsamen Aktivitäten von Deutschen und Niederländern, Aufbau eines grenzüberschreitenden Netzwerks

- Verbesserung der wirtschaftlichen Nutzung von Streuobstwiesen im Grenzgebiet

Notfallnummer im Falle, dass Tiere ausgebrochen sind:

0157/54954980

 

 

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