Vom Schlauchturm zum Biotopturm

 

Im nördlichen Kreis Heinsberg liegt im Ortsteil Wegberg-Arsbeck eine seit den 1990er Jahren aufgegebene Kaserne. Dieses ehemalige militärische Gelände wurde schon zur Zeit des Nationalsozialismus begründet ferner querte die ehemalige Westwallanlage das Gebiet.

 

Nach dem Krieg nutzte die Britische Armee das Gelände. Weite Bereiche wurden als Kerosinlager für die Versorgung der ehemaligen Militärflughäfen der Royal Air Force (RAF) Wegberg-Wildenrath und Niederkrüchten-Elmpt verwendet. Daran angegliedert war eine kleine Kaserne mit einer Feuerwache, die zur Sicherung des Kerosinlager sowie der in der Nähe gelegenen  Raketenabschussrampen diente.

Nach dem Abzug der Briten wurde das Gelände wieder an die Bundesrepublik als Eigentümerin übergeben. Seit Oktober 2017 ist es im Besitz der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) Naturerbe GmbH, da die Flächen in das Nationale Naturerbe der Bundesrepublik aufgenommen wurden.

 

Nach jahrelangem Leerstand konnten die zerfallenen Kasernengebäude und die Feuerwache im Rahmen eines Waldverbundprojektes abgerissen werden. Des Schlauchturmes der Feuerwache wurde als einziges Bauwerk stehen gelassen.

 

Im Rahmen des LVR-Projektes „Biotopverbund im Westen – der Westwall“ konnte der ausgediente Schlauchturm als Biotopturm weiter ausgebaut werden. Neben den bereits vorhandenen Nisthilfen für Schleiereulen sind nun im Turm auch Quartiere für Fledermäuse hergerichtet worden.

 

Dazu wurden Fensteröffnungen und Zugänge zugemauert und Durchgänge zwischen den Geschossen geschlossen. Wenige zentimetergroße Öffnungen in den Wänden ermöglichen den Fledermäusen das Ein- und Ausfliegen in den neu geschaffenen geschlossenen Raum.

 

Durch weitere bauliche Maßnahmen konnte das Fledermausquartier divers strukturiert werden. Fledermauskisten aus Holz und Holzbeton wurden an den Innenwänden montiert. Fest eingebaute Betonträger bieten für mehrere hundert Tiere Platz.

 

Der Verlust von Lebensräumen und Nahrungsgrundlagen haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass die Bestände von Insekten, Vögeln und auch Säugetieren zurückgegangen sind. Dieses betrifft auch die Fledermäuse. Dachstühle von Häusern oder Scheuen stehen aufgrund von Umbau oder Abriss nicht mehr als Sommer- und Winterquartiere oder für Wochenstuben zur Verfügung. Die Nahrungsquellen für Fledermäuse (Nachtfalter/Insekten) sind deutlich dezimiert. Heute stehen alle heimischen Fledermausarten unter Schutz. Zur Erhaltung dieser Arten müssen Ersatzquartiere an geeigneten Standorten mit ausreichend Futtervorkommen geschaffen werden.

 

 

Das ehemalige Kasernengelände ist bereits im Meinweg gelegen und befindet sich in unmittelbarer Nähe zum FFH-Gebiet Meinweg mit Ritzroder Düne. Mit seinen Waldbereichen, dem Offenland und flachen Gewässern bietet es abwechslungsreiche Strukturen in der Landschaft. Dadurch ist dort auch ausreichend Nahrung für Fledermäuse vorhanden. Durch den weiteren Ausbau des ehemaligen Schlauchturmes konnten zusätzliche Sommer- wie auch Winterquartier für Fledermäuse geschaffen werden. 

Ehemaliges militärisches Gelände in Wegberg-Arsbeck in dem sich der umgebaute Schlauchturm sowie alte Bunkerreste der Westwalllinie befinden.

Karte: Gerrit Bremer, Naturschutzstation Haus Wildenrath e.V.

 

 

Das ehemalige Kasernengelände ist bereits im Meinweg gelegen und befindet sich in unmittelbarer Nähe zum FFH-Gebiet Meinweg mit Ritzroder Düne. Mit seinen Waldbereichen, dem Offenland und flachen Gewässern bietet es abwechslungsreiche Strukturen in der Landschaft. Dadurch ist dort auch ausreichend Nahrung für Fledermäuse vorhanden. Durch den weiteren Ausbau des ehemaligen Schlauchturmes konnten zusätzliche Sommer-wie auch Winterquartier für Fledermäuse geschaffen werden. 

Innenansicht des ehemaligen Schlauchturms vor dem Umbau und dem Verschließen der Zwischendecken. Foto: Dr. Brigitta Szyska; Naturschutzstation Haus Wildenrath e.V. 

Ehemaliger Schlauchturm. Außenansicht     

Foto: Gerrit Bremer;

 

Naturschutzstation Haus Wildenrath e.V. 

Schlauchturm nach dem Umbau und der Einrichtung von Fledermausquartieren.                                                     

Foto: Astrid Linzen                          

Im Rahmen des LVR-Projektes „Biotopverbund im Westen – der Westwall“ konnte der ausgediente Schlauchturm als Biotopturm weiter ausgebaut werden. Neben den bereits vorhandenen Nisthilfen für Schleiereulen sind nun im Turm auch Quartiere für Fledermäuse hergerichtet worden. 

Beispiel einer Fledermauskiste im Inneren des ehemaligen Schlauchturmes

Foto: Michael Straube

 

 

Es wurden Fensteröffnungen und Zugänge zugemauert und Durchgänge zwischen den Geschossen geschlossen. Wenige zentimetergroße Öffnungen in den Wänden ermöglichen den Fledermäusen das Ein-und Ausfliegen in den neu geschaffenen geschlossenen Raum. 

Einflugloch für die Fledermäuse.

Foto: Astrid Linzen

 

 

Durch weitere bauliche Maßnahmen konnte das Fledermausquartier divers strukturiert werden. Fledermauskisten aus Holz und Holzbeton wurden an den Innenwänden montiert. Fest eingebaute Betonträger bieten für mehrere hundert Tiere Platz. 

Beispiel für die eingebauten Betonträger, in deren Zwischenräume Platz für Fledermäuse ist. Foto: Astrid Linzen

 

 

Der Verlust von Lebensräumen und Nahrungsgrundlagen haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass die Bestände von Insekten, Vögeln und auch Säugetieren zurückgegangen sind. Dieses betrifft auch die Fledermäuse. Dachstühle von Häusern oder Scheuen stehen aufgrund von Umbau oder Abriss nicht mehr als Sommer- und Winterquartiere oder für Wochenstuben zur Verfügung. Die Nahrungsquellen für Fledermäuse (Nachtfalter/Insekten) sind deutlich dezimiert. Heute stehen alle heimischen Fledermausarten unter Schutz. Zur Erhaltung dieser Arten müssen Ersatzquartiere an geeigneten Standorten mit ausreichend Futtervorkommen geschaffen werden.