Laufgräben im Wald bei Wassenberg und Wegberg

 

 

Von der Gemeinde Wassenberg bis zur nördlichen Kreisgrenze in Wegberg-Arsbeck verlief der ehemalige Westwall entlang von Waldrändern sowie durch zusammenhängende Wälder. Hier wurde ein umfangreiches Netz aus Laufgräben und Erdbunkern angelegt. Später wurden diese auch als Artilleriestellung genutzt.

Karte 1: Sichtbare Überreste des ehemaligen Westwalls im Kreis Heinsberg – Wassenberg und Wegberg.

 

Karte: Gerrit Bremer, Naturschutzstation Haus Wildenrath e.V. 

Abb. 1: Laufgräben am Waldrand zwischen Wassenberg-Birgelen und Wegberg-Wildenrath.

 

 

Foto: Markus Morgenweg

Karte 2: Waldflächen mit Westwallstrukturen zwischen Wassenberg und Wegberg im nördlichen Kreis Heinsberg.

 

Karte: Gerrit Bremer, Naturschutzstation Haus Wildenrath e.V. 

Die Waldgebiete von Wegberg und Wassenberg gehören zum Meinweg. Mitten durch den Meinweg verläuft die Grenze zu den Niederlanden. Der Meinweg wurde von den ihn umgebenen Dörfern und Städten früher als Allmende genutzt. Er war Holzlieferant und diente als Viehweide. Daher finden sich neben den teilweise wieder aufgeforsteten Waldbereichen auch weitläufige Heideabschnitte. In den Niederlanden ist der Meinweg Nationalpark (s.a. http://www.natuurparkenlimburg.nl/np/de-meinweg und http://www.npr-meinweg.eu/). Auf deutscher Seite sind Teile des Meinwegs als FFH-Gebiet ausgewiesen.

Der Wald im Umfeld von Wassenberg zeigt dabei ein Mosaik aus Laub- und Nadelholzbeständen. Die Laubwälder setzen sich vorwiegend aus Eichen und Buchen zusammen, die auf Grund der hier vorherrschenden nährstoffarmen, bodensauren und trockenen Standorte von Natur aus sehr artenarm sind. In Randlagen oder in etwas lichteren Beständen wird die Krautschicht zumeist von Brombeeren dominiert. Bei den Nadelwäldern kommen Bestände mit Fichten, Kiefern, Douglasien oder Lärchen vor. Etwa ab Wildenrath bestehen die Waldflächen allerdings vorwiegend aus Kiefern.

Eine Besonderheit stellen in dieser Region die Waldflächen der beiden FFH-Gebiete "Schaagbachtal" und "Helpensteiner Bachtal" dar, die zwischen Wassenberg-Rosenthal, Wegberg-Wildenrath und Wegberg-Dahlheim zu finden sind (s. Karte 2). Im Gegensatz zu den übrigen Wäldern, die vorwiegend auf trockenen Standorten wachsen, befinden sich in den Auenlagen des Schaagbaches und des Helpensteiner Baches (incl. kleinerer Nebenbäche) zum Teil noch ausgedehnte Nasswälder.

 

Während die quellig durchsickerten Erlen-Auwälder etwas nährstoffreicher sind und vor allem im Frühjahr stellenweise von auffälligen Blütenteppichen durchzogen werden (siehe Abb. 2), ist in der Krautschicht der eher nährstoffärmeren Bruchwälder zumeist die unauffällige Sumpf-Segge aspektbestimmend (siehe Abb. 3). 

Abb. 2: Erlen-Auwald mit Sumpf-Dotterblume (gelb) und Bitterem Schaumkraut (weiß).

 

 

Foto: Gerrit Bremer, Naturschutzstation Haus Wildenrath e.V. 

Abb. 3: Erlen-Bruchwald mit Sumpf-Segge im Unterwuchs.

 

Foto: Gerrit Bremer, Naturschutzstation Haus Wildenrath e.V.

 

 

Diese Erlen-Au- und Bruchwälder werden von zahlreichen seltenen Pflanzenarten besiedelt, die im Kreis Heinsberg nur in diesen Waldtypen zu finden sind. Hier sind vor allem die Schlangenwurz (Abb. 4) und der Königsfarn (siehe Abb.5) zu nennen.

Abb. 4: Schlangenwurz (Calla palustris, L.)

 

 

Foto: Gerrit Bremer, Naturschutzstation Haus Wildenrath e.V. 

Abb. 5: Königsfarn-Bestand mit einer Höhe von fast zwei Metern

 

 

Foto: Gerrit Bremer, Naturschutzstation Haus Wildenrath e.V. 

 

 

Auch bezüglich der dort lebenden Tiere sind diese Auen- und Bruchwälder sehr artenreich. Beispielsweise konnten im Schaagbachtal 73 Vogelarten registriert werden. Davon wurden 52 Arten als Brutvögel eingestuft. Mit Bachstelze, Baumpieper, Bluthänfling, Kleinspecht, Kuckuck, Mittelspecht, Star, Teichralle und Waldlaubsänger sind hier auch einige gefährdete und seltene Vogelarten zu finden. 

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