333.000 Euro sichern Haus Wildenrath

Die NRW Stiftung „Natur, Heimat, Kultur“fördert den Aus- und Umbau von Haus Wildenrath. 333.000 Euro bekam der Trägerverein der Naturschutzstation. Der Überbringer war der frühere NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg.

Freuen sich über den Förderbescheid (v.l.): Friedhelm Kamphausen (Regional-Botschafter der NRW Stiftung), Rüdiger Lenkeit (Vorsitzender Trägerverein Naturschutzstation Haus Wildenrath), Bürgermeister Michael Stock, Eckhard Uhlenberg (Präsident der NRW-Stiftung) und Brigitta Szyska (Stationsgeschäftsführerin).

WEGBERG Eckhard Uhlenberg war sichtlich angetan von der Ruhe und der Idylle rund um Haus Wildenrath. Kein Wunder, denn hier darf die Natur noch Natur sein. Hier wird der Naturschutzgedanke gelebt und gefördert. Damit das auch in Zukunft so bleibt, muss aber auch etwas getan werden. „Wir müssen die Naturschutzstation weiterentwickeln“, sagte so Rüdiger Lenkeit, der Vorsitzende des Trägervereins Naturschutzstation Haus Wildenrath. Der Verein hatte bei der NRW Stiftung „Natur, Heimat, Kultur“einen Förderantrag gestellt.

Der Präsident der Stiftung, Eckhard Uhlenberg, früherer Umweltminister des Landes Nordrhein-Westfalen und Landtagspräsident, hatte eine enorme Summe mit nach Wildenrath gebracht – 333.000 Euro, dieser Betrag war schließlich auf der offiziellen Urkunde zu lesen, die Uhlenberg an Lenkeit überreichte. Was mit dem Geld geschehen soll und weshalb der Trägerverein einen Förderantrag gestellt hatte, erläuterte Stationsgeschäftsführerin

Brigitte Szyska: „Das rund 200 Quadratmeter große und derzeit leerstehende Wohnhaus soll ein Seminarhaus werden. Im Erdgeschoss stellen wir uns eine Lernküche vor und einen Seminarraum, eine Art ,grünes Klassenzimmer’, in dem beispielsweise ökologische Untersuchungen vorgenommen werden können. Im Obergeschoss soll ein Seminarraum für Vorträge entstehen, zusätzlich ein Materialraum und ein Büro. Das Dachgeschoss könnte unter anderem mit Büros und dem Archiv ausgestattet werden. Letztlich wollen wir alles mit Inhalten füllen.“

Anders ausgedrückt: Die Naturschutzstation ist auf vielen Feldern aktiv. Nur ist eben der Raum begrenzt. Zuletzt etwa fand der Abschluss eines Projekts in Zusammenarbeit mit Prospex statt, bei dem Menschen mit Behinderungen zu Umweltassistenten ausgebildet wurden. „Im Rahmen ihrer Möglichkeiten arbeiten sie hier gut mit“, bestätigte Brigitte Szyska. Auch seien immer wieder Schulklassen vor Ort, um sich mit Naturthemen zu beschäftigen. Brigitte Szyska: „Viele Kinder haben heutzutage ja noch nie ein Schwein gesehen.“Damit stellte sie den pädagogischen Aspekt heraus. Und schließlich geht es darum, die Naturschutzstation barrierefrei zu gestalten. Unterm Strich strebt der Trägerverein eine Informationsund Bildungsstätte an.

„Wir sind überzeugt von dem, was hier entstehen soll“, sagte Stiftungspräsident

Eckhard Uhlenberg, „außerdem geht hier der Naturschutz mit der Kulturpflege einher.“

Auch Wegbergs Bürgermeister Michael Stock freute sich über die hohe Summe und gratulierte dem Trägerverein. „Das ist das schöne Ergebnis beharrlicher Arbeit. Die Fördersumme deckt schon mal einen großen Teil der Maßnahme ab. das gibt sicherlich Schub.“Insgesamt sind nämlich 680.000 Euro an Gesamtkosten kalkuliert (Sanierung, Interieur, Material und mehr).

Neben den 333.000 Euro von der NRW Stiftung sollen auch weitere Fördertöpfe genutzt werden, so dass die Summe möglichst rasch zusammenkommt, damit der Zeitplan der vorgesehenen Arbeiten bald schon aufgestellt werden kann.

Sommerfest 2018


Dienstag, 20. Februar 2018 um 18:30 Uhr

Infoveranstaltung der Naturschutzstation Haus Wildenrath:

 

„Mach mit! Streuobstwiesen brauchen dich .“

 

Streuobstwiesen und -weiden sind „hot spots“ der Biodiversität in ganz Mittel- und Westeuropa: Über 5.000 Tier- und Pflanzenarten sowie rund 3.000 Obstsorten zeigen die enorme biologische Vielfalt dieses Lebensraumes. Die noch vorhandenen alten Streuobstbestände gilt es  dauerhaft zu erhalten, Pflegemaßnahmen breit zu etablieren und die Neuanlage von Streuobstwiesen voranzutreiben.

Dies verdeutlicht auch die Regelung in § 42 des am 9. November 2016 vom Landtag verabschiedeten Landesnaturschutzgesetzes, wonach der gesetzliche Biotopschutz der Streuobstbestände in Kraft tritt, sobald die Gesamtfläche der Streuobstbestände im Land NRW um mind. 5 % im Vergleich zur Referenzfläche abgenommen hat.

Aus dem Grund müssen landesweit -  auch im Kreis Heinsberg und der Stadt Mönchengladbach - zunächst alle existierenden Streuobstbestände erfasst werden.

Dieses soll, nach gemeinsamer Vereinbarung des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes (RLV), dem Naturschutzbund Landesverband NRW (NABU), der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) und der Landesarbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltschutz (LNU) mit dem Ministerium für Umwelt-, Landwirtschaft-, Natur- und Verbraucherschutz (MULNV) durch freiwillige Helfer erfolgen.

Die Naturschutzstation Haus Wildenrath e.V., Biologische Station für den Kreis Heinsberg und die Stadt Mönchengladbach, wurde vom Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz (LANUV) damit beauftragt, die ehrenamtlich durchgeführten Streuobstwiesenkartierungen zu koordinieren. Für diese Aufgabe sucht die Naturschutzstation Haus Wildenrath Streuobstwiesenliebhaber, die sie bei der Erhebung der Obstwiesen im Kreis Heinsberg und der Stadt Mönchengladbach unterstützen. Gemeinsam mit der Kreisbauernschaft Neuss-Mönchengladbach, dem NABU Kreisverband Heinsberg und dem NABU Stadtverband Mönchengladbach lädt die Naturschutzstation Haus Wildenrath alle Interessierten zu der Infoveranstaltung  „Streuobstwiesenkartierung im Kreis Heinsberg und in Mönchengladbach“ am Dienstag, 20. Februar 2018 um 18:30 Uhr in der Naturschutzstation Haus Wildenrath, Naturparkweg 2, 41844 Wegberg-Wildenrath, herzlich ein. Um Anmeldung wird gebeten!

Kontakt: Astrid Linzen

Tel. 02432-9346044 (Mo., Di. Do. von 9:00 bis 14:00 Uhr; AB)

 

Mail: linzen@naturschutzstation-wildenrath.de

Natur füreinander - im Naturpark Maas-Schwalm-Nette

 

 

Am Samstag, den 16. Dezember ist das Buch „Natur füreinander - im Naturpark Maas-Schwalm-Nette” erschienen. Herausgeber ist die Stichting Natuurpublicaties Limburg.

Das Buch ist ein Gemeinschaftsprojekt des deutsch-niederländischen Naturparks Maas-Schwalm-Nette und der Natuurhistorisch Genootschap in Limburg.

 

 

Der Naturpark Maas-Schwalm-Nette umfasst den deutsch-niederländischen Grenzraum zwischen Mönchengladbach, Heinsberg, Venlo und Roermond. In den vergangen Jahrzehnten wurden beiderseits der Grenze auf Flächen, die einst in militärischer, landwirtschaftlicher oder sonstiger Nutzung waren, viele wertvolle Naturräume entwickelt.
Daher ist die natürliche Einheit unserer Grenzregion Basis für das Buch „Natur füreinander”. Mehr als 40 Autoren und Fotografen haben ehrenamtlichen zu seinem Gelingen beigetragen. Ein deutsch-niederländisches Redaktionsteam kümmerte sich um Übersetzung und Realisation, wobei Sponsoren das Projekt finanziell unterstützt haben.

 

Neben der geologischen Entstehungsgeschichte dieser grenzüberschreitenden Region werden 21 Naturräume im Naturpark Maas-Schwalm-Nette mit ihrer besonderen ökologischen Vielfalt und der darin vorkommenden Flora und Fauna vorgestellt.
Hierzu zählen Jahrhunderte alte Naturgebiete, wie die Krickenbecker Seen und der Meinweg sowie auch „neue Natur“ entlang der Maas mit Stadsweide, Asselter Seen und Romeinenweerd und dem Meerlebroek am Rande der Hochterrasse. Eine Besonderheit formt das ehemalige Munitionsdepot Brüggen-Bracht, das als Naturschutzgebiet Brachter Wald ausgewiesen wurde. De Doort und der IJzerenbosch sind alte mittel-limburgische Wälder mit einer reichhaltigen Frühjahrsflora. Haeselaarsbroek, Beegderheide, Linnerheide und Landgoed Rozendaal sind typische Vertreter alter Kulturlandschaften. Östlich von Venlo befindet sich die Groote Heide als Relikt des ehemaligen Fliegerhorsts Venlo. Besonders reliefhaltig sind die hügeligen Landschaften der Süchtelner Höhen zwischen Nettetal und Viersen sowie die Myhler Schweiz bei Wassenberg. Ferner stehen die Niederungen von Schwalm, Niers, Rur, Rothenbach und Leubeek mit ihrer fantastischen Natur im Mittelpunkt.

Das Buch umfasst 335 Seiten und ist mit rund 360 Fotos und Abbildungen reichhaltig illustriert. Ferner steht in jedem der 21 Kapitel eine Wanderkarte zum Gebiet zur Verfügung, sodass man die beschriebenen Naturräume gleich erwandern kann. Es ist erhältlich zum Preis von 15,00 € in den örtlichen Buchhandlungen sowie im Infozentrum Krickenbecker Seen in Nettetal. Die ISBN Nummer lautet 9 789 074 508 308.

 

Das Buch kann ferner beim D-NL Naturpark Maas-Schwalm-Nette bestellt werden und gegen einen Aufpreis von 7,50 € für Porto und Verpackung zugeschickt werden. Bestellungen gerne per E-Mail oder Telefon an den Deutsch-Niederländischen Naturpark Maas-Schwalm-Nette, Godsweerderstraat 2, 6041 GH Roermond, info@grenspark-msn.nl oder Tel. 0031-475 386 492.

 

Das Buchwerk mit dem Format 165 x 240 cm umfasst über 300 Seiten mit rund 360 Illustrationen und 22 Wanderkarten. Es ist für 15,00 € erhältlich beim Naturpark Maas-Schwalm-Nette, Godsweerderstraat 2, 6041 GH Roermond und im Buchhandel (ISBN 978-90-74508-30-8) bei

Infozentrum Biologische Station Krickenbecker Seen www.bsks.de
pro libri, Mönchengladbach www.prolibri-buchladen.de
Buchhandlung Kirch, Wegberg www.buchhandlung-kirch.de
Tönisvorster Buchhandlung www.toenisvorster-buchhandlung.de
Buchhandlung Doetsch, Dülken, Viersen, Brüggen https://doetsch.buchhandlung.de
Grefrather Buchhandlung www.grefrather-buchhandlung.de

Gegen Aufpreis von 7,50 € für Porto und Verpackung kann es gerne zugesendet werden. Bitte wenden Sie sich hierfür an info@grenspark-msn.nl.
Blick ins Buch

 

http://www.grenspark-msn.nl/Naturpark-erleben/Buch%20Natur%20f%C3%BCreinander.html

 

Notfallnummer im Falle, dass Tiere ausgebrochen sind:

0157/88259388

 

 

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