Der Biber (Castor fiber):

Biber gehören zur Ordnung der Nagetiere (Rodentia). Nach dem südamerikanischen Wasserschwein ist der Biber das zweitgrößte Nagetier der Welt. Die Familie der Biber besteht heute nur aus zwei Arten, den Europäischen Biber (Castor fiber) und den Kanadischen Biber (Castor canadensis).

Die Geschichte des Bibers:

Der Biber war bis vor nicht allzu langer Zeit in Europa weit verbreitet. Aufgrund von Übernutzung wurde er im 19. Jahrhundert in Mitteleuropa nahezu ganz ausgerottet

.

In den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden in der Nordeifel zwölf Biber polnischer Herkunft ausgewildert. Diese haben sich in den vergangenen Jahrzehnten vermehrt und von der Eifel aus nach Norden verbreitet. Gleichzeitig steigen von Ansiedlungen an der Maas und in den Ardennen kommend Biber über Rur und Schwalm in den Kreis Heinsberg auf.

 

Der Biber wurde aufgrund seiner Seltenheit in der FFH-Richtlinie in die Anhänge II und IV aufgenommen (BfN 1998). Daher sind Maßnahmen zu seinem Schutz, die Ausweisung von Schutzgebieten und ein regelmäßiges Monitoring erforderlich. Für dieses Gutachten wurden die Rur und Teile der Wurm im Kreis Heinsberg auf Biber untersucht. Aus den Ergebnissen werden aktuell genutzte Reviere abgeleitet.

Biber an der Schwalm, photographiert mit einer Photofalle (Philip Koch)
Biber an der Schwalm, photographiert mit einer Photofalle (Philip Koch)

Der Biber - Baumeister der Artenvielfalt

LVR-Projekt

Erweitertes Bibermanagement im westlichen Rheinland

Anlass und Zielsetzung des Vorhabens

 

Nach der erfolgreichen Wiederansiedelung des Bibers in der Nordeifel haben sich die Populationen im Kreis Düren etabliert. Kartierungen im Auftrag des Landesamtes für Natur- Umwelt- und Verbraucherschutz (LANUV) des Bibers im Jahr 2009 haben gezeigt, dass der Biber auch im Kreis Heinsberg wieder nachgewiesen werden konnte. Die Einwanderung erfolgte aus der Nordeifel entlang der Rur. Weitere Einwanderungen sind über das Rodebachtal aus den Niederlanden zu erwarten.

Mit der Ausbreitung des Bibers im Kreis Heinsberg sind Probleme und Konflikte durch den starken landschaftsprägenden Einfluss (Fällen von Bäumen, unterminieren von Anlagen und angrenzenden Äckern, Anlegen von Dämmen) des Bibers vorprogrammiert.

Ziel des Projektes ist zwischen der Bevölkerung und dem Biber zu vermitteln, und den Biber durch konsequente Aufklärung als Symathieträger und nicht als "Problem-Biber" in der Wahrnehmung der Bevölkerung zu etablieren.

Als Symathieträger kann der Biber dann später auch gezielt für den Natur- und Artenschutz eingesetzt werden.

Die Naturschutzstation soll hierbei als Anlaufstelle für alle auftretenden Fragen und Problemen dienen und kann die ehrenamtlichen Biberbeauftragten koordinieren.

Biber an der Schwalm, photographiert mit einer Photofalle (Philip Koch)
Biber an der Schwalm, photographiert mit einer Photofalle (Philip Koch)

Teilnehmende Biostationen am LVR-Projekt

“Erweitertes Bibermanagement im westlichen Rheinland“

 

Kreis Düren

Biostation Düren

Ansprechpartner: Dr. Lutz Dalbeck (Dipl.-Biologe)

Tel. 02427 / 9 49 87 – 14
e-mail:
lutz.dalbeck@biostation-dueren.de

 

Kreis Euskirchen

Biostation im Kreis Euskirchen e.V.

Ansprechpartner: Dieter Pasch (Dipl.-Ing. Landespflege)

Tel.: 02486-9507-12

e-mail: d.pasch@biostationeuskirchen.de

 

Kreis Bonn

Biologische Station Bonn

Ansprechpartner: Christian Chmela (Dipl.-Biologe)

Tel. 0228-2495-803

e-mail: c.chmela@biostation-bonn.de

 

Kreis Heinsberg

Naturschutzstation Haus Wildenrath e.V.

Di.-Fr. Ansprechpartner: Philip Koch (Dipl.-Landschaftsökologe)

e-mail: koch@nabu-wildenrath.de

Tel.: 02432-902740

Sa.-Mo. Ansprechpartner: Bernd Bäumer (Biberberater)

Tel.: 0152-08479142

(Rheinische Post 10.06.2011)
(Rheinische Post 10.06.2011)
(Rheinische Post 23.07.2012)
(Rheinische Post 23.07.2012)

Die Rückkehr

eines natürlichen Biotopmanagers

In den Kreis Heinsberg

Der Biber im Kreis Heinsberg

Foto von Heinrich Pützler
Foto von Heinrich Pützler

Der Biber ist zurück!

Ein Leben an Land und im Wasser!

 

Der Biber lebt entlang von Fließgewässern und an Stillgewässern und ernährt sich vegetarisch von Rinde, Knospen, Blättern und krautigen Pflanzen. Gut geschützt verbringt er seine Tage in seinem Bau, der nur vom Wasser aus zu erreichen ist. In der Dämmerung und nachts ist der Biber aktiv und sucht an Land Nahrung.

 

Durch seine nagenden Aktivitäten gestaltet der Biber seinen Lebensraum selbstständig und erhöht so die Strukturvielfalt entlang der Gewässer. Hierdurch profitieren verschiedene andere Tierarten, wie Amphibien, Libellen und Fische.

 

Der Biber, das größte Nagetier Europas, hat den Weg zurück in den Kreis Heinsberg gefunden. In der Vergangenheit wurde der Biber aufgrund seines dichten Fells, des Bibergeils und zum Verzehr stark bejagt und letztlich im 19. Jahrhundert in Nordrhein-Westfalen, wie auch in großen Teilen von Deutschland und Europa ausgerottet. In der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden Biber in Europa wieder angesiedelt und verbreitern nach und nach ihr Vorkommensgebiet entlang von Fließgewässern.

 

Im Kreis Heinsberg sind Bibervorkommen entlang der größeren Fließgewässer Rur, Wurm und Schwalm zu finden. Auch an Abgrabungsgewässern, Mühlenteichen und Angelteichen haben sich Populationen angesiedelt. Die nachtaktiven Tiere sind allerdings nur selten zu beobachten. Wer allerdings mit offenen Augen entlang von Gewässern im Kreis Heinsberg unterwegs ist, kann viele typische Spuren, wie Nagespuren oder gefällte Gehölze, entdecken. Auch Dämme und Biberburgen sind im Kreis zu finden.

 

Lust auf Bibersuche?

 

Durch die Naturschutzstation Haus Wildenrath finden regelmäßige Erfassungen des Bibers im Kreis Heinsberg statt. Hierbei werden im Winter die Fließ- und Stillgewässer nach typischen Biberspuren abgesucht und dokumentiert.

 

Die nächste Erfassung des Bibers ist im Winter 2018/2019 geplant. Wer Lust hat sich an der spannenden Suche nach dem Biber zu beteiligen, kann sich gerne bei uns melden!

 

Ansprechpartner für die Naturschutzstation:

Alex Terstegge

02434-933415

terstegge@naturschutzstation-wildenrath.de

 

Biberbroschüre wieder erhältlich
Ab sofort ist die neue Biberbroschüre in der 4. Auflage bei der Biologischen Station Düren kostenlos erhältlich. Die Broschüre ist komplett überarbeitet und erweitert worden und informiert nun auf 20 Seiten über die Lebensweise und das Vorkommen der Biber.
Neu ist unter anderem die Vorstellung der Arbeitsgruppe Biber Eifel-Rur, an die sich Betroffene oder Informationssuchende in nunmehr 4 Kreisen (Düren, Euskirchen, Heinsberg und Rhein-Erft-Kreis) wenden können. Eine große Karte in der Heftmitte zeigt die regionale Verbreitung des Bibers in Eifel und Niederrheinischer Bucht.
Bei Interesse wird die Broschüre auch zugesandt, bitte hierfür einen frankierten und addressierten Rückumschlag (A5) einsenden an:

Naturschutzstation Haus Wildenrath e.V.
Naturparkweg 2
41844 Wegberg
Tel.: 02432 902740

Biberbroschüre
Biberbroschüre.pdf
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Notfallnummer für den Fall, dass unsere Tiere ausgebrochen sind oder krank bzw. verletzt aussehen:

0157/88259388

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Wir verkaufen Apfelsaft aus unserer Ernte 2018!

 

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